Darum Heidelberger-Wein !



 

LAGE: Im Süden Heidelbergs, mitten in der Großlage Mannaberg, wachsen meine Weine an einer leichten Hanglage nach Süd- Westen geneigt. Es sind die beiden Lagen Heidelberger Burg und Heidelberger Herrenberg. Die Bodenanalyse, welche alle 3 Jahre von mir durchgeführt wird, zeigt, dass es sich vorwiegend um Lößboden handelt. Diese Analyse ist wichtig, damit gewährleistet ist, was der Weinstock  an Düngemittel genau braucht, um die allerbesten gesunden Beeren zu produzieren. Dieser Boden gibt meinen Weinen ihren unverwechselbaren Charakter. 
 

TRAUBENSORTEN: In meinem Weinberg stehen drei verschiedene Traubensorten: Müller-Thurgau, Riesling und Weißer Burgunder. Durch den Weißen Burgunder wurde schon mein Großvater berühmt. Er war es auch, dem ich meine große Passion zum Weinbau verdanke.


 

MENGE: Etwas weniger als ein Hektar ist meine Gesamtanbaufläche. Auf dieser ernte ich ca. 5000 Liter Wein, der zu 90% in der Güteklasse „Kabinett" oder auch besser liegt. Ein Kabinettwein ist der „ehrlichste" Wein, so sagen die Fachleute. Er hat meistens weniger Alkohol, und ab dieser Güteklasse darf nicht mehr mit Zucker aufgebessert werden, wenn es mal an Öchsle Grade fehlt.....

WEINQUALITÄT: Sie fängt im Weinberg an, wird im Keller gestaltet und endet beim Abfüllen in die Flasche.Von der Pflanzung an kennt mich jeder einzelne Traubenstock persönlich, mehrmals im Jahr wird er besucht. Ein neues Weinjahr fängt mit dem Rebschnitt an, welcher zwischen Ende des Winters bis zum Anfang des Frühjahrs dauert. Ich lasse grundsätzlich nur eine Rute am Stock, da hier bereits die Qualitätsbestimmung beginnt. Das anschließende Binden der Ruten in einem leichten Bogen gewährleistet, dass der Saft des Stockes alle Augen gleichmäßig versorgt. Während der Hauptwachstumszeit bis in den Sommer hinein müssen die neuen Triebe immer wieder in den Drahtrahmen gesteckt werden, damit sie nicht vom Traktor abgerissen werden, wenn man in den Gassen fahren muss. Natürlich wird bei mir der integrierte Weinbau angewandt. Zwischen den Zeilen bleibt das Gras stehen und wird als Gründüngung immer wieder abgemulcht. In dieser Zeit des Jahres habe ich auch vom Labor die Bodenanalyse bekommen, und kann mit dem exakten Düngen je nach Jahreszeit und Menge beginnen.


„Der Weinberg will jeden Tag seinen Herrn sehen", so die Aussage meines Großvaters von damals. Dank der heutigen Technik ist das nicht mehr notwendig. Und wegen einem einzelnen mit Krankheit befallenem Blatt muß nicht gleich die „große Giftspritze" her. Ich behandle die Rebstöcke lieber einmal mehr mit einem milden Mittel als wenige Male mit der dicken „Chemiekeule". Falls nun doch, trotz der einen einzigen Rute, immer noch zu viele Trauben am einzelnen Stock hängen, beginnt die mühsame Arbeit der Ertragsregulierung, da auch ich eine  Höchstmengenregulierung habe, die genau vorschreibt, dass man höchstens 90 Liter pro Ar ernten darf. Das Zuviel an Trauben schneide ich einfach ab und es geht zu Boden. Nur auf diese Weise gelingt es, eine überzeugende Weinqualität zu erzeugen. Im Herbst bestimme ich den Zeitpunkt der Weinlese selbst, da ich an keine Winzergenossenschaft angeschlossen bin, die mir den Termin vorschreibt. Der  Höhepunkt des Winzers ist nun erreicht, und jetzt hilft die ganze Familie sowie Freunde und Bekannte mit. Meistens ernte ich zweimal in einem Weinberg, um wirklich immer nach Reifegrad der Beeren zu herbsten. Das Optimum ist ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Säure und Alkohol. Natürlich wird mit der Hand gelesen. Durch viele Tests wurde bewiesen, dass nur die schonensde Verarbeitung des Lesegutes auch die beste Qualität ergibt. Auch wird das Stielgerüst entfernt, damit keine Kammsäure in den Traubensaft gelangt. Zu diesem Zeitpunkt schaltet sich das Staatliche Weinbauinstitut in Freiburg wieder ein. Eine genaue Erntemeldung mit nur allen erdenklichen Daten ist zu erstellen. Gleichzeitig parallel dazu sind Einträge in das "Kellerbuch"  zu machen, in dem jeder Handlungsschritt im Keller sehr genau protokolliert wird, damit der Weinkontrolleur, der zu jeder Zeit unangemeldet vor der Tür stehen kann, auch seinem Namen gerecht wird und den Werdegang des Weines prüfen kann. Mein Wein reift und gärt in Edelstahltanks, damit ich absolut sortentypisch ausbauen kann. Kein Licht, absolut geruchs- und geschmacksneutral sowie keinerlei Verdunstung ist möglich.Und das Wichtigste: die Sauberkeit! Diese Fässer sind optimal zu reinigen und so können sich keine Bakterien bilden. Der gleiche Weinberg, die selben Trauben- und dennoch schmeckt jedes Jahr der Wein anders. Gut so! Einen Einheitswein will ich nicht. Unser Herrgott weiß schon was er macht. Und wenn er es so wachsen lässt, pfusche ich ihm nicht mit irgendwelchen Hilfs- mitteln ins Handwerk. Schwefel allerdings muss sein. Aber nur genau so viel wie nötig, und nicht mehr, um den Wein haltbar zu machen. Vergleichen Sie doch bitte mal die Werte der Analysen mit anderen Weinen. Mehr „Durchblick beim Wein"

Nun steht der Kellermeister vor dem großen Fass und spricht mit seinem Wein:

"Gefangener verzage nicht, dein Befreier steht vor dir! " 

Dieser Zeitpunkt ist gekommen, wenn der Winter vorbei ist und es auch in meinem gewölbten Keller etwas wärmer wird, etwa Ende Mai bis Anfang Juni. Wieder wird die ganze Familie eingesetzt, wenn der Wein auf Flaschen gezogen wird. Bereits Wochen vorher wurden Flaschen eingekauft und geprüft, welcher Wein in und zu welcher Flasche passt. Ebenso wichtig wie die passende Flasche ist auch die Korkqualität: sie entscheidet mit über das Haltbarkeitsdatum des Weines. Nicht zu vergessen der Korkbrand. Jeder Korken muß mit der Nummer des Betriebes versehen sein, damit jederzeit nachgewiesen werden kann, woher der Wein stammt. So bekommen Sie mehr „Durchblick beim Wein". Von jeder einzelnen Abfüllung und Sorte kommt, nachdem der Wein in der Flasche ist, eine Flasche zum Staatlich vereidigten Lebensmittelchemiker, welcher eine Analyse des Inhaltes ersellt. Mit dieser Analyse muß ich jetzt drei Flaschen an das Staatliche Weinbauinstitut nach Freiburg schicken und beantragen, dass ich diesen Wein mit dem bestimmten Etikett in den Handel bringen, d.h., verkaufen möchte. Dort wird mein Wein erst einmalvon fachkundigen Weinkennern nach der Sinnesprüfung- sehen- riechen-schmecken- geprüft . Erst wenn ich von dort das O. K. erhalten habe, und er auch den Kriterien der Güteklasse entspricht, darf der Wein endlich verkauft werden. Der Wein erhält seine Amtliche Prüfungsnummer. Diese ist wie ein Autokennzeichen. Damit Sie als Verbraucher jederzeit auf der sicheren Seite sind, werden dort jahrelang immer zwei von den Flaschen aufbewahrt, damit stets ein Vergleich mit dem von Ihnen getrunkenen Wein gemacht werden kann.
 


 

Während der eine Jahrgang noch gar nicht abgefüllt ist, ist die Arbeit im Weinberg mit dem Schneiden der Reben schon wieder beendet. Ein Weinjahr geht ja so schnell vorbei!

Was an meinem Wein anders ist?

Hier liegt alles in einer Hand! Sie wissen genau - Sie blicken durch - nur von diesem einzelnen Weinberg kommt der Wein, alles ganz individuell. Sie merken es an der guten Bekömmlichkeit des Weines, auch wenn  Sie mal einen Schluck zuviel getrunken haben. Stellen Sie sich vor, mein Weißer Riesling- meine Rarität: diese Traubenstöcke wurden schon vor dem letzten Krieg angepflanzt und den Großteil meines Weißen Burgunders habe ich als kleiner Junge mitgeholfen zu pflanzen. Wobei jeder weiß, je älter die Rebstöcke sind, umso weniger der Ertrag, aber umso besser die Qualität.

Sie sollten jeden einzelnen Tropfen genießen und denken Sie daran:
 „Nur wenn man 'n selwer drinkd, schmeckt er am beschde"

Sehr zum Wohle,

Heinz Kaltschmidt
 
 

tel: 

06221/301323

fax: 

06221/303852

email: 

info@heidelberger-wein.de

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last update: 01.01.03

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